Staatstheater Nürnberg
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Schauspiel

Isola (UA)

von Philipp Löhle

Regie: Jan Philipp Gloger

Donnerstag, 31.12.2020

19.30 Uhr

Vorstellung

19:15 Uhr Einführung

Schauspielhaus

Aufgrund der bundesweiten Beschränkungen zum Infektionsschutz muss diese Vorstellung leider ausfallen. Weitere Informationen finden Sie auf der Startseite unserer Webseite.

Header Isola

Wir schreiben das Jahr 1838: Professor Ambrosius Freudenbach ist auf dem Weg zu seinem Jugendfreund Friedrich Wilhelm von Munk, der zu einem großen Fest auf seine Burg geladen hat um den lang ersehnten Tod des tyrannischen Vaters zu feiern. Ein Meer von Kerzen, ausgelassene Gäste, ein Rausch und plötzlich: Ein Toter. Die Angst geht um und während sich die Gesellschaft in den Ballsaal einschließt fordert das Unbekannte draußen weitere Opfer.

In seinem Stück für das Schauspiel am Staatstheater Nürnberg nutzt Hausautor Philipp Löhle die Coronakrise und deren Auswirkungen auf unser Zusammenleben als Folie und Assoziationsraum. Inspiriert von Schauerromantik und Horrorfilmen skizziert er eine übersatte Gesellschaft die am Rand des Abgrunds tanzend dessen Tiefe leugnet.

Termine und Besetzung

Besetzung am 31.12.2020

Prof. Ambrosius Freudenbach jr.

Wilhelm Friedrich von Munk

Sophie Caroline Kühn

Hugo Maria Kühn

Die Dame Lydia Skriem

Flora

Gustav

Totengräber

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Fotos
FOTO(S) © Konrad Fersterer
Pressestimmen
SWR2 und BR

"Es ist natürlich kein Zufall, dass Philipp Löhle sein Stück im Biedermeier spielen lässt (...). In „Isola“ erzählt Philipp Löhle von der Gegenwart – mit subtiler Ironie und in historischem Gewand. Ein cleverer Kniff. Denn ohne dass je von Corona die Rede wäre, können wir uns bestens wiedererkennen in diesem Häuflein Menschen, das, in der Isolation auf sich selbst zurückgeworfen, beim Versuch, das Unerklärliche zu erklären, schon Mal ins Verschwörungstheoretische abdriftet."

Christoph Leibold, SWR2 und BR

Süddeutsche Zeitung

"Philipp Löhle (...) hat als Reaktion auf die Krise ein Stück geschrieben, dessen Titel „Isola“ nicht nur das Bild einer vom Festland abgeschnittenen Insel suggeriert, sondern per se schon dreisilbiger Bestandteil der Isolation ist, in der wir uns befinden. (...) Begriffe wie Virus, Lockdown, Seuche kommen bei Löhle gar nicht vor. Das, was in „Isola“ sein Unwesen treibt, ist schlicht „das Fremde“, nicht tot, nicht lebendig, sondern 'reine Information'. „Isola“ ist eine creepy Groteske."

Christine Dössel, Sueddeutsche Zeitung

Nachtkritik.de

"Die Gefahr ist nie greifbar. Umso eindeutiger ist manche Charakterzeichnung. Der neue Markgraf ist der Politiker – den Tjark Bernau laut und dabei umso hilfloser anlegt. Bernau gelingt das Kunststück, ihn dabei nicht unsympathisch wirken zu lassen."

Steffen Becker, Nachtkritik.de

Nürnberger Nachrichten

"Franziska Bornkamm hat dazu eine holzvertäfelte Guckkastenbühne erdacht, in der viele Türen eine bewegte Inszenierung ermöglichen, zudem die Lecks im Schutzraum symbolisieren und Ausblicke auf Traumwelten freigeben. (...) Löhle und Gloger gelingt es, treffende Bilder und Allegorien für die Aspekte und Stimmen in der Krise zu entwerfen."

Birgit Nüchterlein, Nürnberger Nachrichten

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