Staatstheater Nürnberg
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Oper

Kopf frei!

In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk

Sonntag, 25.11.2018

11:00 - 13:00 Uhr

Diskussion

„Optimize me!“
Im Rahmen der Opernproduktion „Anna Nicole“

Gluck-Saal

Im Livestream unter www.br.de/mediathek/
Auszüge im Kulturjournal auf Bayern 2 am 25.11., um 18:05 Uhr
Die ganze Diskussion auf ARD-alpha am 2.12., um 22:00 Uhr


Ein Gespräch mit Patsy L’Amour laLove und Barbara Vinken
Moderation: Joana Ortmann


Mark-Anthony Turnages Oper „Anna Nicole“ stellt einige schmerzhafte Fragen an den neoliberalen Zeitgeist. Auch wenn das Schicksal des Models und Busenwunders Anna Nicole Smith unverkennbar amerikanische Züge trägt, berührt vieles daran auch die europäische Seele. Was fasziniert uns an B-Prominenten wie Anna Nicole Smith? War sie eine Frau, die ihr Leben mutig in die Hand genommen und ihr soziales Milieu verlassen hat, oder hat sie sich nicht vielmehr der kapitalistischen Verwertungsmaschine in den Rachen geworfen, um schließlich in ihr zermalmt zu werden? Ist die Selbstoptimierung tatsächlich eine Notwendigkeit unserer Zeit oder doch ein Perpetuum mobile, um dem modernen Menschen den Rest zu geben? Wie echt und authentisch bin ich noch, oder haben solche Begriffe überhaupt ihren Sinn verloren?
Aus Anlass der Inszenierung von „Anna Nicole“ am Staatstheater Nürnberg diskutieren Barbara Vinken und Patsy L’Amour laLove. Barbara Vinken ist Professorin für Allgemeine und französische Literaturwissenschaft an der LMU München und beschäftigt sich in ihrer Forschung unter anderem mit Frauenbildern und Mode. Die Geschlechterforscherin Patsy L’Amour laLove ist die Historiografin der deutschen Schwulenbewegung. Der von ihr herausgegebene Sammelband „Beißreflexe“ über autoritäre Tendenzen in der Aktivistenszene hat die Schwulen-, Lesben- und Transgender-Szene seit dem Erscheinen 2017 aufgewühlt. Moderiert wird das Gespräch von der Kulturjournalistin Joana Ortmann, die in der trimedialen Redaktion Kultur aktuell des Bayerischen Rundfunks arbeitet.

„Kopf frei!“ ist eine Gesprächsreihe des Bayerischen Rundfunks und des Staatstheaters Nürnberg.

Manche Opern-Freunde lehnen sich gerne zurück: schöne Melodien, große Stimmen, Entspannung und Genuss. Das alles kann Oper sein, aber sie kann noch viel mehr. Auch in den großen Werken der Vergangenheit geht es um Themen, die uns heute ganz direkt betreffen. Um das zu unterstreichen, veranstaltet die Oper des Staatstheaters Nürnberg gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk die Gesprächsreihe „Kopf frei!“, die von den Aufführungen auf der Bühne ins Herz der Aktualität vordringt.

Beschreibung

Neu ist die Gender-Debatte nicht, aber sie gewinnt an Fahrt und kommt auf immer mehr Gebieten in Gang – selbst das altehrwürdige deutsche Stadttheater sieht sich mit kritischen Fragen konfrontiert. Nur die Opern von Richard Wagner, dem klassischen deutschen Opernkomponisten schlechthin, scheinen sich ihr entziehen zu wollen. Wagners Frauen sind Opferlämmer oder Monster: Groupie Senta im „Fliegenden Holländer“, die Hure Venus und die Heilige Elisabeth im „Tannhäuser“, die bedingungslos liebende Isolde, die brave Elsa und die intrigante Ortrud im „Lohengrin“… Die Reihe ließe sich fortsetzen. Was erzählen uns diese Frauen heute über Rollenbilder, Männerfantasien oder vielleicht sogar über weibliche Freiheit und Selbstbestimmung? Martina Boette-Sonner diskutiert mit ihren Gästen Dagmar Leupold und Thomas Meinecke anlässlich der Nürnberger Neuinszenierung von Wagners „Lohengrin“. Die Schriftstellerin Dagmar Leupold hat zuletzt mit ihrem 2016 erschienen Roman „Die Witwen“ eine rasante weibliche Road Novel veröffentlicht. Der Musiker und Autor Thomas Meinecke ist Spezialist für Gender-Themen und ist aktuell Ricarda-Huch-Poetikdozent für Gender in der literarischen Welt an der TU Braunschweig. Moderiert wird das Gespräch von Martina Boette-Sonner, Redakteurin der Abteilung Kultur aktuell des Bayerischen Rundfunks.
„Kopf frei!“ ist eine Gesprächsreihe des Bayerischen Rundfunks und des Staatstheaters Nürnberg.

Termine und Besetzung

Oktober 2018

November 2018

  • So., 25.11.2018, 11:00 Uhr

Zusätzliche Informationen

Ihr Wunschtermin ist dabei, aber noch nicht im Vorverkauf? Kein Problem, Sie können Ihre Karten vormerken lassen!

Die Kolleg*innen der Theaterkasse werden Sie dann entsprechend kontaktieren.

Nennen Sie uns dafür einfach den gewünschten Termin:

per E-Mail: info@staatstheater.nuernberg.de
oder telefonisch unter +49-(0)180 / 1-344-276
(Festnetz 3,9 ct/Min; Mobilfunk bis 42 ct/Min)

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