Staatstheater Nürnberg
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Schauspiel

La­za­rus

Ein Musical von David Bowie und Enda Walsh

Regie: Tilo Nest

Samstag, 02.02.2019

19:30 Uhr

Premiere

Schauspielhaus

Abo P

Stückinformationen

nach „The Man Who Fell to Earth“ von Walter Tevis

"Lazarus" wird präsentiert mit freundlicher Genehmigung von Robert Fox, Jones / Tinto

„Ein Musical wie ein Requiem“ (3sat kulturzeit). Die poetische Reise in Zwischenbereiche von Wachen und Traum, Leben und Tod versammelt Welthits wie „Heroes“ oder „Life on Mars“. Bowie und Walsh knüpfen an die Geschichte des Außerirdischen Thomas Jerome Newton an, dem Bowie in „Der Mann der vom Himmel fiel“ 1976 seine enigmatisch-alterslose Aura lieh.

„Look up here, I’m in heaven, I’ve got scars that can’t be seen …“

„David Bowie [ist] der Teiresias des Pop, ein blinder Seher. Aus seiner Matratzengruft schwebend, halluziniert er wie in der Zeitschmelze sein jüngeres Ich, reist fort zum ‚Black Star‘ und exorziert den eigenen Tod, um eine andere Form von Ewigkeit zu erlangen“, beschreibt der „Spiegel“ Bowies letztes Musikvideo, zum Song „Lazarus“. Verewigt hat Bowie sich auch in seinem gleichnamigen Musical, dessen New Yorker Uraufführung er kurz vor seinem Tod im Januar 2016 noch erlebte. Auch hier geht es um Tod, Vergehen und Auferstehen, und wiederum spielt er mit Facetten seiner Persönlichkeit und der Kultfigur Bowie.

Gemeinsam mit dem irischen Dramatiker Enda Walsh und entlang von eineinhalb Dutzend Songs (darunter Welthits wie „Absolute Beginners“, „Heroes“ oder „This is not America“) erzählt er eine Geschichte, die sich lose an Nicolas Roegs „Der Mann, der vom Himmel fiel“ orientiert. In dem kühlen Science-Fiction-Film spielte Bowie 1976 in all seiner entrückten, alters- und geschlechtslosen Extravaganz den Außerirdischen Thomas Jerome Newton, der auf die Erde kommt, um seinen verdurstenden Heimatplaneten zu retten. Mit Patenten zur Energiegewinnung entwickelt er sich zunächst zum Gatsby-esk weltfremden Millionär, um schließlich Opfer von Intrigen und medizinischen Experimenten zu werden, die ihn erblinden lassen und seine Hoffnung auf eine Rückkehr endgültig zerstören. Er erlebt Verrat, Liebe und Verlust, kommt sich selbst abhanden in einer Welt, deren Regeln er – auch emotional – nicht begreift.

Hier setzt die Handlung von „Lazarus“ ein. Gefangen auf der Erde wird ein verbitterter Newton von Dämonen seiner Vergangenheit gequält und betäubt sich mit Gin. Seine Unsterblichkeit ist ihm lästig und er sehnt sich nach Erlösung. Als ein Mädchen auftaucht, eine Verlorene wie er, schöpft er neue Hoffnung: Wird er mit ihrer Hilfe die Welt doch noch verlassen können?

Eine abgründig verrätselte Meditation über den Tod als ungelebtes Leben, randvoll mit Bowie-Klassikern.

Regie

Tilo Nest

Bühne

Stefan Heyne

Kostüme

Anne Buffetrille

Dramaturgie

Katharina Gerschler