Helmut Brade

Bühne und Kostüme, Gast 
Helmut Brade
Helmut Brade wurde 1937 in Halle an der Saale geboren. Er studierte von 1955 bis 1960 Keramik, Architektur und Graphik an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein. Er ist diplomierter Graphikdesigner. Seit 1960 ist er freischaffend als Maler, Drucker, Graphiker und Graphikdesigner tätig, seit 1972 auch als Bühnenbildner. An der Volksbühne Berlin erarbeitete er mit dem Regisseur Benno Besson Stücke von Bertolt Brecht und Peter Hacks. Mit Brigitte Soubeyran feierte er in Berlin, Budapest, Tübingen und Weimar große Erfolge. Erste Berührung mit dem Musiktheater 1978 bei der Uraufführung der Oper „Omphale“ von Siegfried Matthus in Weimar. Die Inszenierung wurde nach der Generalprobe auf Verlangen des Komponisten abgesetzt. Gemeinsam mit Reinhard Schau gestaltete er die Inszenierungen an der Hochschule für Musik Weimar mit Werken von Mozart, Offenbach, Britten, Strawinsky und Milhaud. 1986 begann die Zusammenarbeit mit Peter Konwitschny mit „Orpheus und Eurydike“ von Gluck an der Oper Halle, eine Aufführung, die 1990 auch in Nürnberg zu erleben war. Dort folgten die Händelopern „Rinaldo“ und „Tamerlan“. In Bad Lauchstädt, Kassel, Basel, Hamburg, Paris, Dresden, Barcelona, Tokyo, Oslo, Kopenhagen, Hannover, Chur, Leipzig, Bratislava und Wien setzte sich die Arbeit mit Konwitschny mit Opern von Bartók, Schönberg, Bizet, Beethoven, Verdi, Wagner, Mozart, Weill und Janácek fort. Wesentliche Erfahrungen waren die Inszenierungen von „Unter der großen Sonne von Liebe beladen“ („Al gran sole carico d'amore“) von Luigi Nono an der Staatsoper Hannover sowie fünf Abende mit der szenischen Umsetzung von Bach-Kantaten in Leipzig und Chur. Die Aufführung von „Die Meistersinger von Nürnberg“ in der Regie von Jochen Biganzoli entstand anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Wiederaufbaus der Oper Leipzig im Jahre 2010. Zu den Arbeiten mit Peter Konwitschny gehören auch Uraufführungen von Werken von Jarrell, Herchet und Harneit. „Peer Gynt“ von Egk war 2017 die letzte gemeinsame szenische Umsetzung eines zeitgenössischen Bühnenwerkes im Theater an der Wien. Helmut Brade war von 1994 bis 2003 Professor für Kommunikationsdesign an der Hochschule für Kunst und Design Halle Burg Giebichenstein. Von 1999 bis 2003 war er Präsident der Freien Akademie der Künste zu Leipzig. Er ist Mitglied der AGI (Alliance Graphique Internationale).

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In dieser Spielzeit:

Die Soldaten: (Bühne und Kostüme)