Staatstheater Nürnberg

Grußwort von

Joana Mallwitz

Die Staatsphilharmonie kehrt auf die Bühne zurück und Sie zu uns in den Zuschauerraum – und darauf blicken wir voller Freude und Euphorie! In den letzten Wochen hat uns die Absage sämtlicher Livekonzerte auf schmerzliche Weise klargemacht, dass das Abenteuer des gemeinschaftlichen Musizierens und Musikhörens durch nichts zu ersetzen ist. Die Sehnsucht nach dieser direkten Form der musikalischen Kommunikation hat in den Tagen des Shutdowns und der Stille zu einer Explosion der Kreativität geführt, durch die wir mit kleinen Formaten auch in schwierigen Zeiten Musik zu den Menschen bringen konnten – sei es an offenen Fenstern, in den Innenhöfen von Seniorenheimen und Hospizen oder in digitalen Formaten.

Der äußere Stillstand zwang uns, „outside the box“ zu denken, ungewohntes Repertoire zu erforschen, mit Abstandsregeln und räumlichen Klang-Effekten spielerisch umzugehen, neue Orte zum Musizieren zu entdecken und künstlerische Antworten auf unsere ungewohnte Situation zu finden. Aus dieser Situation sind z.B. die Verwandlungs-Konzerte entstanden: Ein Konzertformat, das die ungewohnten Gegebenheiten zum Konzept und das Staatstheater zum Erlebnisort macht. Wir haben Dinge ausprobiert, auf die wir in normalen Zeiten vielleicht niemals gekommen wären und die man jetzt erfolgreich in unser Repertoire übernehmen kann: Der Videorundgang durch Beethovens 7. Sinfonie wurde im April unter hohen Sicherheitsauflagen und mit enormem Aufwand zum ersten Mal produziert und derart begeistert aufgenommen, dass wir diese Reihe nun zusammen mit dem BR ab Herbst weiterführen. Über die Musik können wir unserem Leben zu jeder Situation eine künstlerische, menschliche Antwort geben: Diesem Geist wollen wir uns auch in Zukunft weiterhin verschreiben und wissen uns damit auch für die Ungewissheit der kommenden Monate gewappnet.

Nachdem die letzten Wochen für uns alle von der Kunst des Improvisierens geprägt waren, freuen wir uns gewaltig darauf, unseren Saisonauftakt gemeinsam mit Gabriela Montero, der Meisterin der Improvisation, zu feiern. Fest steht, dass wir Mozart und Bartók miteinander musizieren werden – und wer weiß, wohin uns dieser Abend noch führen wird! Der Kontakt zu unserem jungen Publikum war uns in den vergangenen Monaten wichtiger denn je. So sind unter den strengen Rahmenbedingungen die Hörspielfassung von „Jonas kleine Oma“ und der digitale „Alternative Karneval der Tiere“ entstanden. Und bereits im Oktober starten wir wieder mit dem 1. Kinderkonzert: In „Herr Orpheus kommt ins Konzert“ wird die Geschichte des Orpheus-Mythos mit Musik aus unterschiedlichsten Vertonungen erzählt und der Bogen zu unserer ersten Opernpremiere geschlagen.

In großer Vorfreude darauf, dass wir wieder zusammenfinden und unseren Durst nach Kultur, Musik und gemeinsamem Erleben stillen können, begrüßen wir Sie zur neuen Konzertsaison der Staatsphilharmonie Nürnberg.

Ihre
Joana Mallwitz
Generalmusikdirektorin

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