Der Alpenkönig und der Menschenfeind
Montag, 16.07.2012 19:30 - 22:00 Uhr, Schauspielhaus

Romantisch-Komisches Zauberspiel von Ferdinand Raimund

Aufführungsfotos © Marion Bührle


• Inszenierung: Georg Schmiedleitner
• Bühne: Florian Parbs
• Kostüme: Cornelia Kraske
• Musik: Bettina Ostermeier
• Dramaturgie: Kathrin Mädler

Tagesaktuelle Besetzung:
Christian Taubenheim (Astragalus, der Alpenkönig), Tanja Kübler (Alpengeist Alpanor), Thomas L. Dietz (Alpengeist Linarius), Heimo Essl (Herr von Rappelkopf), Nicola Lembach (Sophie), Anna Keil (Malchen), Daniel Scholz (Herr von Silberkern), Philipp Weigand (August Dorn), Julia Bartolome (Lischen), Pius Maria Cüppers (Habakuk), Ensemble (Familie Glühwurm), Bettina Ostermeier (Musikerin), Paul E. Braun (Musiker)


Zum Inhalt:
Rohes Volksstück, raffinierte Zauberposse und romantische Komödie – barockes Theater für alle Sinne, das ist „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“.

Herr von Rappelkopf, ein reicher Gutsbesitzer, hat einen abgrundtiefen Hass auf die Menschen entwickelt, er tyrannisiert seine gutmütige Frau und seine einfältige Dienerschaft, und er verbietet der Tochter zu heiraten. Im fanatischen Wahn, seine Familie schmiede ein Mordkomplott gegen ihn, flieht er in den Wald. Dort begegnet dem Menschenfeind der Alpenkönig, der Herrscher der Berge. Der inszeniert einen wahnwitzigen Körpertausch und Rappelkopf wird zum Blick auf das eigene Spiegelbild gezwungen. Er stellt fest: „Das ist ein schauderhafter Mensch, ich krieg einen ordentlichen Hass auf ihn“ und beginnt sich vor sich selbst zu fürchten – das probate Mittel zur Umkehr. Nach einem Sprung in den reißenden Fluss und einem Besuch im Tempel der Erkenntnis ist der „pensionierte Menschenfeind“ wieder mit seiner reizenden Familie vereint und singt das Lob der Selbsterkenntnis.

Ferdinand Raimund (1790-1836) selbst war ein Missverstandener. Der Wiener Meister der Posse und des Lustspiels liebte eigentlich das Burgtheater und Trauerspiele über alles, besonders die von Franz Grillparzer. Der wiederum schrieb über den Volksdichter: „Der Zusammenstoß von Geahnet-Poetischem und Gemein-Unkultiviertem ist es, was den Hauptreiz von Raimunds Hervorbringungen ausmacht. Das Barocke ist sein Verdienst.“ Raimund starb nach sechstägigem Delirium – er hatte sich nach dem Biss eines der Tollwut verdächtigen Hundes eine Kugel in den Kopf gejagt. Der österreichische Regisseur Georg Schmiedleitner wird erstmals in Nürnberg ein mittlerweile klassisches Wiener Volksstück inszenieren.


Termine:
Freitag, 09.11.2012 19:30 UhrMontag, 26.11.2012 19:00 UhrDienstag, 27.11.2012 19:30 UhrFreitag, 21.12.2012 19:30 UhrMittwoch, 26.12.2012 19:00 UhrMittwoch, 16.01.2013 19:30 UhrDienstag, 22.01.2013 19:30 UhrDienstag, 29.01.2013 19:30 UhrSonntag, 10.03.2013 19:00 Uhr

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