Der ferne Klang
Samstag, 30.04.2011 19:30 Uhr, Opernhaus : PREMIERE

Oper in drei Aufzügen von Franz Schreker

Libretto vom Komponisten


• Musikalische Leitung: Philipp Pointner
• Inszenierung: Gabriele Rech
• Bühne: Dirk Becker
• Kostüme: Gabriele Heimann
• Choreinstudierung: Edgar Hykel





Zum Inhalt:
„In mir war ein ganz junger Mensch – gärte es. Jugend, Sehnsucht wollte sich Ausdruck verschaffen. Da besann ich mich zu rechter Zeit auf mich selbst. Auf das Drama des Werdenden; auf das Narrenspiel des Lebens mit unsicherem Ausgang. Und schrieb den ‚Fernen Klang‘, aus mir selbst heraus, aus meinem eigenen jungen Erleben.“ So beschreibt der österreichische Komponist Franz Schreker (1878-1934) die Entstehung seiner Oper über den jungen Komponisten Fritz, der seine Verlobte Grete verlässt, um sich auf die Suche nach dem „fernen Klang“ zu machen. Erst nach vielen Jahren der selbstzerstörerischen Suche erkennt Fritz, dass sich diese Idee nicht als abstraktes Kunstwerk umsetzen lässt, sondern einzig in der Nähe der Geliebten realisiert werden kann. Auch Grete, die in der Zwischenzeit ein ausschweifendes Leben führte, hat längst erkennen müssen, dass keine Lust der Welt ihre Sehnsucht nach Fritz stillen kann.

Spätromantisch geprägte Momente der Erfüllung und impressionistische Naturbilder von betörender klangsinnlicher Wirkung vereinen sich in diesem groß angelegten Werk mit freitonalen Passagen und Elementen der alltäglichen akustischen Realität zu einem rauschhaft-mitreißenden musikdramatischen Juwel des frühen 20. Jahrhunderts. „Der ferne Klang“ traf bei der Uraufführung 1912 in Frankfurt genau den Nerv des vom Lebensgefühl des Fin de Siècle geprägten Publikums. Der sensationelle Erfolg leitete Schrekers erfolgreiche Karriere als Opernkomponist ein. Dieser wurde jedoch 1932 durch heftige politische Angriffe der Nationalsozialisten ein jähes Ende gesetzt, im Zuge derer Schreker u. a. seine Stellung an der Berliner Hochschule für Musik verlor und seine Werke für Jahrzehnte in Vergessenheit gerieten.

Gabriele Rech, die bereits 2009 mit „Die tote Stadt“ vom Schreker-Zeitgenossen Erich Wolfgang Korngold einen großen Regie-Erfolg feierte, wird „Der ferne Klang“ 2011 erstmals nach 86 Jahren wieder auf die Bühne des Nürnberger Opernhauses bringen. Mit ihrer neuen Inszenierung setzt sie zugleich eine in der Spielzeit 2008/2009 begonnene Reihe an Musiktheaterproduktionen fort, welche sich den Werken von Komponisten widmet, die im Dritten Reich geächtet und verfolgt wurden.


Termine:
Samstag, 30.04.2011 19:30 UhrDienstag, 10.05.2011 20:00 UhrMontag, 16.05.2011 20:00 UhrSonntag, 22.05.2011 19:00 UhrSamstag, 28.05.2011 19:30 UhrDonnerstag, 23.06.2011 19:00 Uhr

: zurück zur Auswahl









Impressum  •   AGBs  •   Datenschutz  •   Kontakt
powered by noris network

Besuchen Sie das Staatstheater auch unter:  Facebook YouTube
Zur Startseite