Ariadne auf Naxos
Sonntag, 04.07.2010 19:00 - 21:20 Uhr, Opernhaus : PREMIERE
Oper in einem Aufzug nebst Vorspiel von Richard Strauss
Libretto von Hugo von Hofmannsthal
Aufführungsfotos: © Jutta Missbach
Musikalische Leitung: Christof Prick
Inszenierung: Josef Ernst Köpplinger
Bühne: Johannes Leiacker
Kostüme: Marie-Luise Walek
Dramaturgie: Judith Debbeler
Tagesaktuelle Besetzung:
Jochen Kupfer (Ein Musiklehrer), Jordanka Milkova (Der Komponist), Michael Putsch (Der Tenor (Bacchus)), Kalle Kanttila (Ein Offizier), Tilman Lichdi (Ein Tanzmeister), Andrew Finden (Ein Perückenmacher), Rüdiger Krehbiel (Ein Lakai), Dietmar Saebisch (Ein Haushofmeister), Heidi Elisabeth Meier (Zerbinetta), Mardi Byers (Primadonna (Ariadne)), Melih Tepretmez (Harlekin), Victor Schiering (Scaramuccio), Daeyoung Kim (Truffaldin), Martin Nyvall (Brighella), Claudia Katharina Braun (Najade), Anna Lapkovskaja (Dryade), Melanie Hirsch (Echo)
Zum Inhalt:
Wien, im Hause eines reichen Herrn: Der blutjunge Komponist ist entsetzt – die anlässlich eines großen Festes in Auftrag gegebene Premiere seines Trauerstückes "Ariadne auf Naxos", musikalisches "Sinnbild der menschlichen Einsamkeit", soll auf spontanen Wunsch seines Mäzens durch die gleichzeitige Aufführung einer Tanzmaskerade von einer Komödiantentruppe verhunzt werden. Die verführerische Zerbinetta, Hauptdarstellerin der Gruppe, heckt bereits einen Improvisationsplan aus, während die Primadonna ihre Karriere als Ariadne-Darstellerin in den lächerlichen Possen ihrer neuen Mitspielerin untergehen sieht. Doch den Verfechtern des ernsten Genres bleibt keine Wahl, und so wird die Aufführung der von tiefster Schwermut und Todessehnsucht gezeichneten Geschichte Ariadnes immer wieder von grotesken Aufheiterungsversuchen der Komödianten unterbrochen – bis Bacchus erscheint und Ariadne durch seinen Kuss zu ganz neuen Erkenntnissen über das Leben und die Liebe führt.
Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss gelang mit "Ariadne auf Naxos" eine ironisch gebrochene Verschmelzung und Betrachtung der stilistisch gegensätzlichen Formtraditionen Opera buffa und Opera seria. Nicht zuletzt durch seinen spielerischen Umgang mit traditionellen Musikformen sowie seine charakteristische brillant-farbenreiche Instrumentation leistete Strauss mit dieser Komposition einen wichtigen Beitrag zum Opernschaffen des frühen 20. Jahrhunderts. Das Werk kam 1916 an der Wiener Hofoper als "Wiener Fassung" zur Uraufführung und ist die Umarbeitung einer gleichnamigen, 1912 in Stuttgart uraufgeführten Comédie-Ballet, welche ursprünglich als Einlage in Molières Schauspiel "Der Bürger als Edelmann" geschrieben worden war.
Kooperation mit dem Stadttheater Klagenfurt
Termine:
Sonntag, 03.10.2010 19:00 Uhr Montag, 18.10.2010 20:00 Uhr Montag, 08.11.2010 20:00 Uhr Montag, 02.05.2011 20:00 Uhr Sonntag, 08.05.2011 15:30 Uhr
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