Die tote Stadt
Samstag, 30.05.2009 19:30 - 22:00 Uhr, Opernhaus : PREMIERE

Oper in drei Bildern von Erich Wolfgang Korngold

Aufführungsfotos: © Jörg Landsberg


• Musikalische Leitung: Philipp Pointner
• Inszenierung: Gabriele Rech
• Bühne: Stefanie Pasterkamp
• Kostüme: Gabriele Heimann
• Choreinstudierung: Edgar Hykel
• Dramaturgie: Norbert Klein, Judith Debbeler

Tagesaktuelle Besetzung:
Norbert Schmittberg (Paul), Mardi Byers (Marietta, Tänzerin), Mardi Byers (Die Erscheinung Mariens, Pauls verstorbener Gattin), Jochen Kupfer (Frank, Pauls Freund), Teresa Erbe (Brigitta, bei Paul), Leah Gordon (Juliette, Tänzerin), Esen Demirci (Lucienne, Tänzerin), Kalle Kanttila (Victorin, der Regisseur), Jochen Kupfer (Fritz, der Pierrot), Richard Kindley (Graf Albert)




Zum Inhalt:
Erich Wolfgang Korngold war ein gefeiertes Wunderkind: Mit neun Jahren begann er sein Kompositionsstudium. Mit Dreizehn machte er mit seinem ersten Bühnenwerk an der Wiener Staatsoper Furore. Und als 23-jähriger hatte er seinen frühen Welterfolg mit „Die tote Stadt“, deren Uraufführung 1920 gleichzeitig in Hamburg und Köln stattfand. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung musste er 1938 in die USA emigrieren, wo er sich bereits als Filmkomponist erfolgreich etabliert und 1936 in Hollywood seinen ersten Oscar erhalten hatte.

In der Handlung der Oper vermischen sich äußere Geschehnisse und innere Visionen mit beklemmender Dynamik und Intensität: Für Paul, der um seine Frau Marie trauert, ist die Erinnerung an sie mit der „toten Stadt“ Brügge zu einem Gleichnis zusammengeflossen. Zu ihrem Andenken hat er in seinem Haus ein eigenes Zimmer eingerichtet - die „Kirche des Gewesenen“. Als er die lebensfrohe Tänzerin Marietta kennen lernt, die seiner Frau zum Verwechseln ähnlich ist, verliebt er sich in sie, sieht aber nur die Person Maries in ihr. Geplagt von Schuldgefühlen, verstrickt er sich zunehmend in Wahnvorstellungen. Bilder der äußeren Handlung und Traumerlebnisse gehen ein verwirrendes Spiel zeitlich-räumlicher Verschachtelung und Überlagerung der Handlungsebenen ein, bis Paul auf schockierende Weise klar wird, dass er die Vergangenheit endgültig hinter sich lassen muss.

Überlagerungen zeichnen auch die Musik: Die durchkomponierte Großform ist durchsetzt mit impressionistischen Klangfarben und Momenten expressiver musikalischer Dramatik. Korngolds brillante Orchesterfarben verraten zudem eine Beeinflussung durch Richard Strauss, während ausladende Gesangspassagen eher vom Bekenntnis zur italienischen Tradition, insbesondere Giacomo Puccini, zeugen.



Termine:
Sonntag, 24.10.2010 19:00 UhrSonntag, 31.10.2010 19:00 UhrSonntag, 07.11.2010 19:00 UhrDonnerstag, 11.11.2010 20:00 UhrMittwoch, 15.12.2010 20:00 Uhr

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