Romeo und Julia
Samstag, 21.02.2009 19:30 - 21:30 Uhr, Opernhaus : PREMIERE
Ballett in zwei Akten nach William Shakespeare
Choreographie und Inszenierung: Goyo Montero
Foto: © Jesús Vallinas
Musikalische Leitung: Philipp Pointner
Choreographie und Inszenierung: Goyo Montero
Bühne und Kostüme: Verena Hemmerlein, Goyo Montero
Lichtdesign: Goyo Montero, Olaf Lundt
Zum Inhalt:
Das wohl berühmteste Liebespaar der Weltliteratur steht im Zentrum der zweiten Ballettproduktion von Goyo Montero: Romeo und Julia. Ihr Schicksal hat, seit William Shakespeare ihre Geschichte 1597 auf die Bühne hob, unzählige Künstler zu Neudeutungen und Übertragungen in andere Genres angeregt. Und so verwundert es fast, dass Sergej Prokofjews Komposition von 1935 das erste abendfüllende Ballett über den Stoff ist. Seine meisterhafte Verbindung von melodischer Vielfalt und psychologischer Klarheit macht das Werk zu einer der großartigsten Ballettmusiken des 20. Jahrhunderts, wobei ihre enorme rhythmische Komplexität eine ständige Herausforderung für Orchester und Tänzer darstellt.
Im Zentrum der Handlung stehen dabei die beiden jungen Liebenden Romeo und Julia, die wegen der unerbittlichen Fehde ihrer Familien nicht offen ihre gegenseitige Liebe leben können. Aber nicht nur das. Romeos Versuch der feindlichen Partei freundschaftlich die Hand zu reichen, endet im Tod seines Freundes Mercutio. Romeo wird nun selbst zum rächenden Mörder und muss fliehen. Das Unglück nimmt seinen schicksalhaften Lauf und gönnt den Liebenden allein die Vereinigung im Tod.
Seit seiner Uraufführung 1938 gehört „Romeo und Julia“ zum Grundpfeiler erst des sowjetischen und seit 1962, dank John Crankos wegweisender Choreographie in Stuttgart, auch des westlichen Repertoires, das an Popularität wohl nur noch von „Schwanensee“ und „Dornröschen“ übertroffen wird. Im Gegensatz zu diesen Werken Tschaikowskis, die in Geschichte und Gehalt stark an den Geist der europäischen Romantik, die Welt des Märchens und des klassischen Balletts gebunden scheinen, hat „Romeo und Julia“ den unbestreitbaren Vorteil, sich durch Shakespeares zeitlose und geradezu archetypische Anlage der Liebestragödie für Weiter-entwicklungen anzubieten …
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