Benditos Malditos
Samstag, 13.12.2008 20:00 Uhr, Tafelhalle : PREMIERE

Aufführungsfotos: © Bettina Stöß


• Choreographie und Inszenierung: Goyo Montero
• Bühne und Kostüme: Verena Hemmerlein, Goyo Montero
• Lichtdesign: Dominique You, Goyo Montero




Zum Inhalt:
Mit seiner Ballettkreation „Benditos Malditos“ („Gesegnete Verdammte“), entstanden 2007 für das Festival Veranos de la Villa, stellte sich Goyo Montero erstmals seinem Publikum als Leiter der Sparte Ballett des Staatstheaters Nürnberg vor. Er hatte diese Choreographie gewählt, weil sich in ihr zwei für Goyo Montero wesentliche Aspekte verbinden: Zum einen kann er seine Compagnie in idealer Weise präsentieren - setzt sich "Benditos Malditos" doch aus einem Reigen einzelner Solonummern, Pas de deux etc. zusammen - und zum anderen fächert Goyo Montero als Choreograph sein ganzes stilistisches Spektrum auf. Die Nürnberger Zeitung schrieb: "Montero und seine Tänzer haben die Herzen des Nürnberger Publikums im Sturm erobert."

„Benditos malditos“ erlebte 2007 seine Uraufführung auf dem Festival „Veranos de la Villa“ und basiert ursprünglich auf einer Choreographie für das Balett Nacional de Cuba, mit der Goyo Montero die "5th Iberoamerican Competition of Choreography" gewann. Es ist ein persönlicher Tribut Goyo Monteros an die Stimmen solcher Dichter, Songwriter und Komponisten wie Joaquín Sabina, Vinícius de Moraes, Joan Manuel Serrat, Luz Casal und Tom Waits, aber auch John Dowland und Franz Schubert, die mit ihrem je eigenen unverwechselbaren Klang den Beladenen und Zerrissenen eine Stimme gegeben haben und von der bitteren Süße des Lebens zu berichten wissen.

Getragen von einer Atmosphäre des Schmerzes und der Freude, der Wehmut und des Aufbegehrens choreographiert Goyo Montero dazu einen Reigen menschlicher Existenzen, ihr überwiegend einsames und zweisames Suchen, Werden und Vergehen. Inspiriert wurde er dabei von Joaquín Sabinas Gedicht „Benditos malditos“:

Gesegnet seien die niederen Leidenschaften,
die nicht nachgeben, selbst wenn es blutiger Ernst wird,
die Lippen, die jeden Winkel ausnutzen,
je verborgener, desto unvergesslicher.

Verdammt seien die Idioten mit Medaillen
die rechtschaffenen Bürger, die Verräter,
die Kandidaten („Schließt die Stadtmauern!“),
die Asketen mit Drei-Gänge-Menüs,
Verdammt seien die natürlichen Todesfälle,
diejenigen, die in Monatsraten küssen
und alle vier Monate beichten.



Termine:
Samstag, 09.04.2011 19:30 Uhr

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