Peter Konwitschny

Inszenierung, Regie 
Peter Konwitschny
Peter Konwitschny ist einer der wichtigsten und prominentesten Regisseure des internationalen Musiktheatergeschehens der letzten Jahrzehnten. Mit seinen Inszenierungen hat er Maßstäbe gesetzt und kontroverse Diskussionen ausgelöst. Sein Regiedebüt im Nürnberger Opernhaus gab er bereits 1990 mit Christoph Willibald Glucks „Orpheus und Eurydike“. Peter Konwitschny absolvierte ein Regiestudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und assistierte von 1971 bis 1979 am Berliner Ensemble unter der Intendanz von Ruth Berghaus. Bis 1985 inszenierte er als freischaffender Regisseur in Berlin, Rostock, Greifswald, Anklam und Altenburg und war von 1986 bis 1990 Regisseur am Landestheater Halle. Seine Engagements führten ihn bald darauf in die großen Theatermetropolen der Welt, u. a. nach Paris, Wien, Barcelona, Tokyo, Moskau, Montepulciano, Graz, Basel, und an die großen deutschen Opernhäuser in Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig, München, Stuttgart und Essen. Von 2008 bis 2011 war Konwitschny Chefregisseur der Oper Leipzig. Wichtige Inszenierungen der letzten Jahre waren u. a. „Die Csárdásfürstin“ (Semperoper Dresden), „Intolleranza“ (Deutsche Oper Berlin), „Wozzeck“, „Der Freischütz“, „Don Carlos“, „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“, „Der Rosenkavalier“, „Lulu“, „Moses und Aron“, „La clemenza di Tito“ (alle an der Staatsoper Hamburg), „Die Zauberflöte“ (Staatsoper Stuttgart), „Elektra“ (Königliches Theater Kopenhagen), „Al gran sole carico d’amore“ (Staatsoper Hannover), „Don Giovanni“, „Così fan tutte“, „Das Land des Lächelns“ (alle an der Komische Oper Berlin), „Salome“ (Niederländische Oper Amsterdam) sowie „König Lear“ (Schauspielhaus Graz). Sein Neuansatz bei der szenischen Interpretation von Händel-Opern war wegweisend für die szenische Wiederentdeckung dieser Werke. Und auch seinen Inszenierungen von „Parsifal“, „Tristan und Isolde“ (beide an der Bayerischen Staatsoper München), „Tannhäuser“ (Sächsische Staatsoper Dresden), „Lohengrin“, „Die Meistersinger von Nürnberg“ (beide an der Hamburgischen Staatsoper), „Götterdämmerung“ (Staatsoper Stuttgart) und „Der fliegende Holländer“ (Bolschoi-Theater Moskau) sind ein wichtiges Kapitel Theatergeschichte, durch die Konwitschny eine neue Phase der Auseinandersetzung mit den Werken Richard Wagners auslöste. Peter Konwitschny erhielt 1988 den Kunstpreis der DDR, 1993 den Konrad-Wolf-Preis der Berliner-Akademie der Künste, 1997 das Bundesverdienstkreuz, mehrfach die Auszeichnung als „Regisseur des Jahres“ (Opernwelt), 2004 den Preis für die „Inszenierung des Jahres“ (Opernwelt) sowie den Berliner Theaterpreis im Jahre 2005.

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In dieser Spielzeit:

La traviata: (Inszenierung)
Die Soldaten: (Inszenierung)