Attila

Donnerstag, 13.07.2017 von 19:30 - 21:45 Uhr, Opernhaus
Weitere Informationen:
Dramma lirico in einem Prolog und drei Akten von Giuseppe Verdi
: Text von Temistocle Solera und Francesco Maria Piave
: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
: Eine Produktion des Theaters an der Wien
19.00 UHR OPERNFÜHRER LIVE
Als Giuseppe Verdi 1846 für das Opernhaus La Fenice in Venedig seine neunte Oper „Attila“ komponieren sollte, schrieb er an seinen Verleger: „Was für ein hübsches Thema!“, und ließ sich nicht lange bitten. Was Verdi wohl „hübsch“ gefunden haben mag an dem schreckenerregenden Hunnenkönig Attila, bekannt auch als Etzel oder „Geißel Gottes“?
Sicher interessierte ihn keine Verherrlichung des Krieges, auch nicht der Freiheitskampf eines idealisierten Römervolkes als Parabel auf die italienischen Unabhängigkeitskriege. Im Gegenteil, die Propaganda vom „edlen Römer“, der gegen den „barbarischen Hunnen“ kämpft, unterlief Verdi offenbar mit Freuden. Er zeigt den Römer Ezio (nach dem historischen Feldherrn Aetius) als egozentrischen Politiker, der Attila einen Kuhhandel vorschlägt: „Für dich die Weltherrschaft, aber überlass mir Rom“. Attila lehnt diesen Pakt angewidert ab. Überhaupt weckt dieser Hunnenkönig durchaus Sympathie, besonders bei Odabella. Eigentlich wollte diese Attila im Schlaf ermorden wie die biblische Judith den Holofernes, doch stattdessen rettet sie ihm das Leben. Erst ganz am Schluss, wenn alle anderen vereint über den geschwächten ... [mehr]

Besetzung

: Musikalische Leitung: Gábor Káli
: Inszenierung: Peter Konwitschny
: Bühne und Kostüme: Johannes Leiacker
: Dramaturgie: Bettina Bartz


Tagesaktuelle Besetzung : 13.07.2017

Gábor Káli (Musikalische Leitung), Nicolai Karnolsky (Attila), Mikolaj Zalasinski (Ezio), Klára Kolonits (Odabella), David Yim (Foresto), Yongseung Song (Uldino), Wonyong Kang (Leone), Staatsphilharmonie Nürnberg, Jugendchor des Lehrergesangvereins Nürnberg, Chor des Staatstheater Nürnberg, Statisterie des Staatstheater Nürnberg